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NEWS / BERICHTE 2010

 

 

12.09.2010
ITU Weltcup Finale und Paratriathlon Weltmeisterschaft 2010

Gold und damit ITU Weltmeister 2010
in 1h08min36sec

Mit 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Handbiken und 5 Kilometer Rennrollstuhlfahren eigentlich überhaupt nicht meine Welt.
Das Rennen war dann nahezu perfekt aber auch hart, weil ich von Beginn an in Führung lag und ich somit der Gejagte war.
Das Längste am ganzen Tag, war aber die zwei Stunden dauernde Dopingkontrolle danach!
Natürlich alles OK!

Schwimmen (750m) – 12min 27sec
Radstrecke (20km) – 35min 34sec
Laufen (5km) – 15min 11sec
Rest- Wechselzone

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Schon am Freitag hatte ich das schöne Erlebnis zwei Mal komplett nass zu werden.
Einmal beim Abholen der Startunterlagen und einmal beim Einchecken.
Der Samstag begrüßte uns dann ebenfalls mit - REGEN, 13°C und dass um 05.00,
da der Start bereits um 06.30 war.
Noch im Apartment in den Neo und ab zum Start.
Kurz die Wechselzone checken, Luft aufpumpen und man begebe sich zum Einschwimmen.
16°C Wassertemperatur - da habe ich heuer schon 2 Mal schlimmeres erlebt! :-)

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Beim Schwimmen konnte ich zwar nie meinen Rhythmus finden, aber es war schnell und das ist das Wichtigste. Als Erster aus dem Wasser und als Erster aus der Wechselzone (T1).
Am Handbike konnte ich nicht nur sehr viel Wasser schlucken, sondern auch absolut mit den Spitzenhandbikern mithalten.
Danach wieder :-) als Erster aus dem Bike und als Erster aus T2.
Nach 2,5 km Rennrollstuhlfahren habe ich mich dann mal umgedreht und konnte niemanden sehen, also dachte ich mir: OK des fohr ma jetzt hoam!
Und nahm nur etwas von der Belastung heraus - Fehler!
Denn 1km vor dem Ziel hat dann der Australier Bill Chaffey auf mich aufgeschlossen.
Ab dann gab es einen Wahnsinns Fight um die Führung.
Wir haben uns 3-4 Mal gegenseitig überholt und 500 Meter vorm Ziel konnte ich bei einem Brückenanstieg wieder in Führung gehen.
Aber auf der Ziel- Gegengeraden hat Bill wieder zu mir aufgeschlossen.
Ich dachte mir: OK Zielsprint.
Aber Bill hat es mir leichter gemacht - sehr nett von Ihm :-) - und leider den Bremspunkt zur letzten Kurve übersehen. Er ist nur 3 Meter zu weit gefahren, aber das hat mir gereicht um mit 6 sec Vorsprung zu Gewinnen.
Es war ein sehr fairer und toller Kampf mit Ihm, das Glück war auf meiner Seite, aber auch Bill hätte sich den Sieg verdient.

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Im Ziel konnte ich dann leider nur 10 Wörter mit Ihm reden, weil ich direkt zur Dopingkontrolle musste. Ohne Alltagsrollstuhl im Zielgelände wurde die Kontrolle zum nächsten Erlebnis. Zwei Stunden später, schön durchgefroren und 2,5 Liter Wasser intus (für die Urinabgabe), trat ich dann die Rückfahrt zum Startgelände an.
Bei der Dopingkontrolle war natürlich alles OK!

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Die Siegerehrung war dann erst am Sonntagabend, wodurch dann noch viel Zeit zum Sightseeing blieb. Eine sehr schöne Stadt.

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zur Ergebnisliste...

Ich habe mit dem Sieg bei der ITU WM überhaupt nicht gerechnet, da ich praktisch keine Intervalle trainiere und diese hohen Belastungen nicht gewohnt bin.
Dass ich mich als „Langdistanz-Luschi“ gegen die Kurzstreckenspezialisten durchsetzen konnte, ist natürlich sehr toll.

Es ist heuer eine unglaubliche Saison und jetzt geht es noch nach Hawaii zur Ironman WM.
Ich hoffe ich kann das Rennen genießen, finishen möchte ich schon, aber
nach all den Erfolgen heuer, bin ich jetzt schon überglücklich.

Aber gekämpft wird natürlich schon brav.
Wer weiß was sich ergibt - ein Ironman ist lange! ;-) :-)


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