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NEWS / BERICHTE 2011

 

 

11.10.2011
Heidelbergmarathon, Rennrollstuhl-Straßen ÖM, Saisonabschluss


Unrühmlicher Sieg beim Heidelberg- Rennrollstuhlmarathon, aber sehr gute Zeit mit 1h43min08sec!
Staatsmeister ohne Medaille bei der Rennrollstuhl-Straßen ÖM.
Nun steht endlich eine wohlverdiente Pause auf dem Programm.




Die Straßen-ÖM am Schwarzl war eine gute Vorbereitung auf den Heidelbergmarathon und
das Ergebnis war, an der Zeit gesehen, sehr gut.
32min38sec für 14,1Km
Aber ich war leider als einzige Rennrollstuhlfahrer am Start, deswegen gab es natürlich auch
keinen Staatsmeistertitel.
In Österreich ist der Sport praktisch tot, fast alle Rollstuhlathleten sind mittlerweilen aufs
Handbikefahren umgestiegen, da es einfach angenehmer ist.

Das gleiche Bild bot sich auch in Heidelberg 10Rennrollstuhlfahrer und 200 Handbiker.
Sportlich gesehen ist das Rennrollstuhlfahren aber, meiner Meinung nach,
herausfordernder, da es eine sehr technische Sportart ist. Bitte nicht falsch verstehen!
Die Leistungen im Handbikesport sind unglaublich und 42 Kilometer in 1h02min sind fantastisch.
Diese Sprintleistungen kann ich zurzeit sicher nicht erbringen.
Aus meiner Sicht gesehen, ist das Rennrollstuhlfahren anspruchsvoller - und aus.

Wirkliche Weltklasse Startfelder finden sich aber nur mehr bei den 5-8 größter Marathons wie
Berlin, Boston, New York, Chicago, London, Oita, …
Bis zur Weltspitze wartet aber noch einiges an Arbeit auf mich. Ich freu mich drauf!
Die Zeit in Heidelberg war für meine Verhältnisse super und man möchte es ja nicht
glauben aber ich habe dort, für den Sieg der Sprintwertung, das erste Preisgeld meines
Lebens erhalten. Den bei meinem WM Titel, Weltrekorden und … war das bis jetzt nie der
Fall!
Der Start war mit den Halbmarathon Fahrern gemeinsam und ich bin vernünftiger Weise vorne weggefahren. Aber nur 500Meter dann habe ich mich hinter dem Schweizer Cornel Viliger und dem Deutschen Alfred Hufnagel eingereiht.
So ging es dann in hohem Tempo ca. 4Kilometer dahin.
Dann hat Hufnagel leider einen kleine Lücke aufreißen Lassen. Ich habe es viel zu spät überrissen um reagieren zu können, da ich mit dem ungewohnten Windschattenfahren und dem damit verbundenen Problem nicht aufzufahren schon überlastet war.
Ich bin mir aber nicht sicher ob ich den Abstand halten hätte können.
Jedenfalls haben wir beide uns dann 2-3 mal abgewechselt und die Verfolgung aufgenommen.
Wir haben dann wieder etwas Boden gutgemacht. Vor allem bergauf konnte ich sicher zumindest mithalten aber bergab hat mir der Eidgenosse gleich wieder einige Meter aufgebrennt.
Ein Zeichen, dass an meiner Technik noch viel zu verbessern ist.
Das hin und her Wechsel war ganz cool und wenn man eine gute Gruppe erwischt ist es sicher lässig. Zumindest konnte ich es mal erschnuppern.
Ab Kilometer 18 bin ich dann von vorne gefahren und konnte in Folge ca. 10-15Meter Vorsprung auf Hufnagl herausfahren. Der hat bei Km 23 leider eine Stern gerissen und sich kurz auf dem Asphalt ausgeruht, zum Glück ist ihm aber nichts passiert.
So kann ich als 2. zum Halbmarathonziel und eigentlich hätte ich gegen ein Ende nichts gehabt, aber ich musste mich ja für den Maxi-Marathon anmelden.
So wurde die zweite Runde (die erste war eigentlich fast zu schnell) ein ziemlich harter Kampf und da mir bei Kilometer 37 mein Wasser ausgegangen ist (bei Km 33 bereits der Gelvorrat), begann bei der Marathonmarke mein Sichtfeld schon etwas zu verschwimmen.
Mit 1h43min bei einer Solofahrt bin ich SEHR zufrieden.
zum Ergenbis...
Es war mein erster Marathon und die Strecke hat bei der Besichtigung im Auto viel leichter ausgesehen als es dann war. ;-)
Nach 1h51min war ich im Ziel und der Kreislauf nicht mehr ganz OK! :-)
Die Stern haben sich nach 2-3 Minuten aber wieder verflüchtig und das Ausfahren hat mir dann sehr gut getan.
Unrühmlich war der Sieg deswegen, weil ich der einzige Marathonfinisher in meiner Klasse war.
Leider :-(
War echt anstrengend und echt cool mein erster Marathon im Rennrolli!
Hat Spaß gemacht und ich glaube ich habe die Lunte gerochen...

rr

Es war heuer wieder eine eigentlich perfekte Saison, es ist alles aufgegangen wie geplant,
fast unglaublich. Potenzial für die Zukunft ist aber noch genug vorhanden.
Jetzt freue ich mich auf 4-5 Wochen Pause und werde nur das machen was mir Spaß
macht, ohne einen Trainingsplan zu folgen. Die Zeit werde ich auch nützen um mir die
Nasenscheidewand richten zu lassen. Danach geht es eh schon wieder los.
Denn 2012 kommt schneller als man denkt!

Einen Saisonrückblick werde ich erst in 2-3 Woche, nach etwas Abstand folgen lassen.


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Copyright 2010 Thomas Frühwirth.